Seit 1999 werden vom SV Mariazell Badminton-Dorfmeisterschaften
ausgerichtet. Dabei ist der Wanderpokal genauso begehrt wie das Gurkenglas
für den letzten Platz. Die Meisterschaften werden jedoch nur für
gemischte Mannschaften durchgeführt.
Am 13.01.2002 fand zum 4.Mal die Badminton-Dorfmeisterschaft
in der Mühlbachhalle statt. Den Wanderpokal sicherten sich nach spannenden
Spielen die Siegermannschaft mit Petra Aue, Herbert Reuter und Gerhard
Flaig.
Eine Frau und zwei Männer bildeten diesmal jeweils ein
Team. Und um ausgeglichene Mannschaften zu erreichen, wurden die einzelnen
Mitglieder der Mannschaften ausgelost. Das Konzept ging voll auf. Nach
4 Stunden Spielzeit standen sich am Ende der Vorrunde 4 punktgleiche
Teams gegenüber, welche um den Einzug ins Finale spielten. Leider litten
gerade diese entscheidenden Spiele gewaltig unter der defekten Beschattungsanlage
der Mühlbachhalle: Mit Blick in die Sonne sah das Spiel eher wie Fliegenfangen
aus. Trotz diesen widrigen Umstän-den setzten sich die besseren Mannschaften
durch.
Das erste Halbfinale entschied das Team Petra Thomann,
Andreas Kammerer und Edgar Marte gegen Elke Haberstroh, Volker Auber
und Andreas Dereck. Nachdem das Dameneinzel, das Herrendoppel und das
Mixed gespielt war, kam es entscheidend auf das Herreneinzel an. Hier
setzte sich Andreas Kammerer verdient gegen Andreas Dereck durch. Im
zweiten Halbfinale war es nicht so spannend. Die späteren Dorfmeister
setzten sich klar gegen Martina Maier, Peter Preuss und Uwe Hauser durch.
Im Endspiel war die Sonne bereits hinter den Bäumen,
so dass ein echtes Endspiel mit hochklassigen Spielen den Zuschauern
geboten werden konnte. Im Dameneinzel setzte sich Petra Aue gegen Petra
Thomann mit 2:0 Sätzen durch. Im anschließenden Herrendoppel konnten
Kammerer/Marte wieder ausgleichen. Nach dem Mixed führten jedoch wieder
die späteren Sieger mit Aue/Reuter gegen Thomann/Marte. Und da Andreas
Kammerer gegen Gerhard Flaig sich wieder durchsetzte, mußten zur Entscheidung,
wer nun Dorfmeister wurde, die einzelnen ausgespielten Punkte zur Entscheidung
herangezogen werden.
Bei der Siegerehrung wollte zuerst keiner das obligatorische
Gurkenglas für den letzten Platz. Doch als die "Leidtragenden" Birgit
Müller, Jost Glase und Werner Zehnder neben dem Gurkenglas noch einen
Gutschein für ein Schlemmerlokal erhielten, wird wahrscheinlich nächstes
Jahr mehr um den letzten Platz "gekämpft".